Freizeit
Die
traditionelle Musik ist auf Formentera noch sehr lebendig. Der
sogenannte Ball pagès (Bauerntanz) ist bei allen Festen der
Inselbewohner präsent. Zu den Volksfesten (Santa Maria am 5.
August; Sant Ferrán am 30. Mai; Sa Nostra Senyora del Carme am
16. Juli; Sant Jaume der Schutzheilige der Insel am 25. Juli; El
Pilar am 12. Oktober; Sant Francesc Xavier am 3. Dezember) darf
der Ball pagès nie fehlen.
Neben der traditionellen Musik hat auf Formentera die sogenannte Música
d'arrels einen beachtlichen Aufschwung erfahren. Junge,
einheimische Musiker besinnen sich auf ihre musikalischen Wurzeln
und ihre neuen Lieder sind stark von der traditionellen Folklore
geprägt.
Das Kunsthandwerk Formenteras ist abwechslungsreich und spiegelt
die Vielfalt der Insel wieder. Auf dem Markt auf La Mola (im
Sommer jeden Sonntagnachmittag) bieten die neuen, von weither
gekommenen Formenterenser Schmuck, Gemälde, Keramik, Kleidung und
vieles andere mehr an. Man kann dabei sicher sein, daß die
Produkte handgefertigt sind. Dafür garantiert die Kommission der
Kunsthandwerker, die den Markt organisiert. Neben diesem eher
weltlichen Kunsthandwerk findet der Besucher auch traditionellere
Erzeugnisse, wie z.B. die handgestrickten Pullover aus dicker
Formentera-Wolle.
Geographie
Formentera has a mild climate and a
distinctive and interesting geography with dune areas and
Mediterranean vegetation, pine and juniper woods, as well as a
conifer that gives the island personality.
Ondoubtdly, however, the curious visitor will be mostly impressed
by the way in which the islanders have adapted to the harshness of
the island. The stone walls, the magnificent traditional
architecture or the fig trees forming real sculptures in the
middle of the island´s fields are the subjects of countless
photographs.
Formentera liegt südlich von Ibiza und ist die kleinste Insel der
Illes Balears. Ihr Hafen, La Savina, ist nur 12 Meilen von dem
Hafen Ibizas entfernt. Fähren verbinden diese beiden Häfen (70
Minuten Fahrt mit der normalen Fähre und 25 Minuten mit dem
Schnellboot).
Allgemeine Geographische Daten:
- Fläche: 83,2 km2
- Küstenlänge: 69 km
- Höchste Erhebung: 192 m (La mola)
- Jahresdurchschnittstemperatur: 18,6 ºC
- Sonnenscheindauer im Jahresdurchschnitt: 2.883,1
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Geschichte
Die Entdeckung des Megalithgrabes von
Ca na Costa im Jahre 1974 bewies, daß bereits in der Bronzezeit
Menschen auf den Pitiusen lebten. Der im Jahr 1600 v.Chr. datierte
Fund dieser Grabstätte stellte den "Eintritt" der Insel
in die Prähistorie dar. Zusammen mit anderen Zeugnissen aus der
Epoche belegt Ca na Costa die Anwesenheit von
Menschengemeinschaften vor fast viertausend Jahren.
Seit den Zeiten der Phönizier und Karthager verlief die
Geschichte Formenteras ähnlich wie auf dem benachbarten Ibiza.
Die Anzahl der phönizischen und römischen Ruinen, die auf
Formentera gefunden wurden, sind geringer als auf Ibiza. Davon ist
das römische Lager von Ca'n Blai beim Kilometerstein 10 der
Insellandstraße besonders erwähnenswert. Es gibt jedoch
handfeste Beweise dafür, daß die Insel im Altertum besiedelt war.
Der griechische Geschichtsschreiber Strabon bestätigt dies z.B.
zu Beginn unserer Zeitrechnung und in seiner Geographie erwähnt
er als erster das heutige Formentera als Ophiusa. Andere Autoren
des Altertums bezeichnen Ibiza und Formentera bereits als die
"Pinieninseln".
Espalmador, eine kleine Insel zwischen Ibiza und Formentera
gelegen, war im Altertum auf Grund seiner strategischen Lage an
den Handelswegen des westlichen Mittelmeers ein wichtiger
Transithafen.
Ein dunkles Kapitel beginnt für Formentera in der Zeit, als die
Vandalen und Byzantiner im 5. und 6. Jahrhundert auf den Illes
Balears einfallen. Über diese Zeit ist sehr wenig bekannt. Das ändert
sich erst mit den Zeugnissen der arabischen Präsenz, die durch
Steintafeln aus den ersten Jahren unseres Jahrtausends belegt ist.
Als die katalanischen Truppen von Guillem de Montgrí 1235 die
Pitiusen eroberten, wurde Formentera noch von Mauren bewohnt. So
ist es zumindest in der Chronik Llibre dels Feits nachzulesen.
Der Versuch, permanent eine Bevölkerung auf Formentera
anzusiedeln, schlug fehl. Die harten Lebensbedingungen auf der
Insel und die Unsicherheit durch die häufigen Angriffe der Berber
bereiteten in den letzten Jahren des 14. Jahrhunderts der
sogenannten ersten Wiederbesiedlung ein Ende.
Es mußten drei Jahrhunderte vergehen, ehe sich im Jahre 1697
Menschen aus Ibiza entschlossen, Formentera neu zu besiedeln. Zu
diesem Zweck errichteten sie die Wehrkirche Sant Francesc Xavier,
die dem Hauptort der Insel ihren Namen verleiht und den Einwohnern
Formenteras jahrzehntelang Schutz bot. Einige Verteidigungs- und
Wachtürme an der Küste vervollständigten das
Verteidigungssystem der Insel und führten schließlich zur
zweiten Wiederbesiedlung.
Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts zählte die Bevölkerung
Formenteras vierhundert Einwohner und Ende des vergangenen
Jahrhunderts lebten bereits knapp zweitausend Menschen auf der
Insel. Gegenwärtig zählt die Insel ca.
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